Lebenszeugnisse

Im folgenden Abschnitt möchte ich Ihnen die schriftlichen Selbstzeugnisse von ehemaligen jüdischen Einwohnern von Laa an der Thaya und der Umgebung (Mistelbach) näherbringen. Auch die vielen Briefe, die mir die ehemaligen Laaer geschickt haben, sind ein Ausdruck ihrer Gedanken und Gefühle und schildern ihr Leben. Doch ein paar ehemalige Laaer haben auch - vom Kontakt mit mir angeregt - eine geordnete Lebensgeschichte aufgeschrieben. Diese werde ich Ihnen - sobald es meine Zeit erlaubt möchte ich Ihnen hier zugänglich machen.
Die Lebensgeschichte von Karola Österreicher, die als einzige Laaerin Auschwitz überlebte, ist über alle Maßen lesenswert. In einem schriftlichen Interview hat sie von weiteren Erinnerungen aus ihrer Kindheit erzählt. Sie können auch viele Fotos aus ihrem Leben sehen, sowie einen Film, der die Landung des Schiffes zeigt, auf dem sie Israel erreicht hat.
Dr. Felix Yokel hat seine Lebensgeschichte verfasst, die von einem sehr bewegten Leben erzählt, das in Laa begann und ihn von Israel in die USA führte. Ich habe auch ein Fotoalbum angelegt, um an ihn zu erinnern.
Die Lebensgeschichte von Arie Neeman (Ernst Neumann) erzählt von einer abenteuerlichen Flucht. Auch von ihm gibt es ein Fotoalbum.
Die Lebensgeschichte von Kitty S., geborene Drill, stammt aus dem Online-Archiv „Centropa“. Da es wegen temporärer Links nicht möglich ist, einen Link auf die eigentliche Centropa-Seite zu machen, hat mir Kitty die Erlaubnis gegeben, das Entsprechende herunterzuladen und so auch durch www.lead-niskor.org zugänglich zu machen. Unter „Centropa“ finden sich noch mehr Familienfotos und Scans von Dokumenten, doch auch hier können Sie ein Familienalbum der Familie Drill sehen (selbes Problem). Dem „Nürnberger Institut für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V.“ hat sie von ihrer Verbindung zur Hakoah und ihrer Vergangenheit erzählt. Ein Interview, dass sie mir gegeben wird, wird noch eingestellt werden.
Sie könnendas Interview lesen, das ich 1994 mit Lilly Kolb, einer ehemaligen Mistelbacherin, in Los Angeles geführt habe. Es zeugt von einem ehemaligen reichen jüdischen Leben im Weinviertel und von einem bewegten Leben.