Verleihung der Torberg-Medaille durch die IKG Wien


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Am 17. Februar um 19:00 war ein großer Tag für uns als Familie, denn uns wurde von der jüdischen Gemeinde Wien die „Marietta und Friedrich Torberg Medaille“ verliehen. Vor uns wurden zum Teil schon wirklich namhafte Österreicher, wie Landeshauptfrau a. D. Waltraud Klasnic, Univ. Prof. Dr. Clemens Jabloner (Präsident des Verwaltungsgerichtshof), Hon. Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer (Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes), die Journalisten Josef Broukal und Hans Rauscher, die ehemalige evangelische Superintendentin Mag. Gertraud Knoll und der Verleger Alexander Potyka durch diese Auszeichnung geehrt.

Dieses Jahr gab es außer uns noch zwei weitere Preisträger, die sich in Wiener Neustadt und Klosterneuburg um die jüdischen Friedhöfe verdient gemacht haben. Wir wurden als Familie ausgezeichnet, was ich sehr passend finde. Ohne den uneingeschränkten Rückhalt meiner Eltern wäre es mir als 16-Jährige wohl sicher nicht möglich gewesen, die von mir damals begonnenen Recherchen durchzuführen und all die Leute nach Hause einzuladen, sie bei uns in den Jahren ein- und ausgingen. Nur durch sie und ihr Interesse war es möglich, den vielen Laaern und ihren Kindern und Enkeln eine offene Tür und ein warmes Willkommen anzubieten. Die Arbeit meines Vaters, der in unzähligen Stunden die Gründung dieses Vereins und die Errichtung des Denkmals vorangetrieben hat, sei hierbei ebenso zu erwähnen wie die vielen Gespräche meiner Mutter mit den Besuchern und ihre wichtigen Anregungen.

Sie haben hier die Möglichkeit, durch Tonaufnahmen die Laudatio durch Kitty Schrott (die Tonqualität ist besonders anfangs leider nicht so gut), sowie die Dankesrede von meinem Vater und mir zu hören.

Sie können auch einige schöne
Fotos von diesem besonderen Abend sehen, die Michael Nagel gemacht hat.

Besonders möchte ich der Kultusgemeinde Wien für diese hohe Auszeichnung danken, doch ebenso der Familie Schrott, die uns für die Ehrung vorgeschlagen hat. Danke sagen möchte ich auch allen Freunden, die diesen denkwürdigen Abend mit uns verbracht haben.

Mag. Magdalena Müllner München, 19. Februar 2010