Veranstaltung in Yad Vashem


Israel291

Im Folgenden möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick von der Gedenkzeremonie in in Yad Vashem (Jerusalem) am 19. August 2010 geben, in weilcher der ausgelöschten jüdischen Gemeinde von Laa / Thaya gedacht wurde. Das labyrinthartige „Tal der Gemeinden“ aus hellgelbem Jerusalemstein erinnert an die nicht mehr existierenden jüdischen Gemeinden in ganz Europa. Anlässlich der Eingravierung der Stadt Laa kamen Gäste aus den USA, Österreich, Deutschland und Israel.

Derzeit können Sie Fotos von den verschiedenen Etappen des Tages (die Veranstaltung begann um 9 Uhr und endete gegen 16:30) sehen:
Fotos vom Teil im Tal der Gemeinden
Fotos vom Weg zum Museum
Fotos vom Imbiss
Fotos von der Veranstaltung in der Synagoge in Yad Vashem
Fotos vom letzten Teil in Ramat Rachel

BALD FOLGT:
Audioaufnahmen der Reden
Video von der Veranstaltung



Kleiner Überblick über die Veranstaltung



Um 9 Uhr begann der ereignisreiche Tag im Tal der Gemeinden, wo die letzte Überlebende, die als Teil der jüdischen Gemeinde von Laa / Th. geboren wurde, gemeinsam mit den Enkeln zweier anderer jüdischer Familien aus Laa einen Kranz niederlegte. Anschließend las Frau Mag. Müllner nach einer kurzen, sehr persönlichen Ansprache die Namen der Laaer jüdischen Familien vor. Das Kaddish wurde von einem Überlebenden gesprochen, ein Kantor schloss den ersten Teil der Veranstaltung mit „El Maleh Rahamim“.

Nach einer Führung durch das neue Museum und einem kleinen Imbiss begann am frühen Nachmittag der nächste Programmpunkt in der Synagoge von Yad Vashem. Nach der Ansprache von Frau Caplan, der Direktoren der „International School for Holocaust Studies“, die Yad Vashem vertrat, hielt Herr Gideon Eckhaus, der Vorsitzende des Zentralkomitees der Österreicher in Israel eine Rede. Herr Franz Müllner, Vorsitzender des Vereins Lead Niskor blickte daraufhin auf den langen Weg von der häufigen Verleugnung bis zum Denkmalbau in Laa zurück. Die Stadt Laa wurde durch Vizebürgermeisterin Direktor Brigitte Ribisch vertreten, die in einer bewegenden Ansprache versicherte, dass sich die Stadt Laa der jüdischen Bürger erinnert und all ihre Nachfahren willkommen heißt. Sie betonte, dass sich die Stadt Laa bewusst ist, durch die Eingravierung in Yad Vashem in den Kreis bedeutender ehemaliger jüdischer Gemeinden aufgenommen worden zu sein und sich der daraus erwachsenden großen Verantwortung stellen möchte. Die letzte Rede hielt Mag. Gabriele Feig, Kulturattaché der österreichischen Botschaft. Die Sängerin Betty Klein untermalte diesen Teil der Veranstaltung musikalisch.

Der letzte Teil des Tages war ein gemeinsames Essen, bei dem mehrere Überlebende und alle anwesenden ehemalige jüdische Laaer Familien zu Wort kamen. Besonders schön war, dass nicht nur insgesamt sehr viele Gäste gekommen waren, sondern auch die Enkel-Generation der ehemaligen Laaer sehr zahlreich vertreten war.